»Davor habe ich große Hochachtung«

16.10.2017

Der SVK steht mit 20 Punkten aus 16 Spielen gut da. Anfangs lief es noch nicht ganz so rund. Was war der Knackpunkt?

Yunus Karayün: Diese Punktzahl ist eine tolle Marke und ganz in Ordnung für unsere Verhältnisse. Wir müssen weiter sauber arbeiten, um natürlich noch mehr Zähler zu holen, damit wir so schnell wie möglich die 40er-Marke knacken. Dass es am Anfang schwierig wird, wussten wir. Vielleicht war der 2:0-Sieg in Ismaning ein kleiner Knackpunkt.

Ex-Trainer Patrick Mölzl holte Sie nach Kirchanschöring. Sie waren dann Spieler - auch unter den Co-Trainern Dominik Hausner und Stephan Schmidhuber (jetzt Cheftrainer beim SB Chiemgau Traunstein). Wie kommt es, dass gerade alle großen Vereine in den Landkreisen Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land immer auch einen SVK-Hintergrund haben?

Das ist echt interessant. Vielleicht liegt das am Patrick, dass er eine gute Nase für zukünftige Trainer hat, die sich dann in der Region wiederfinden (lacht). Ich bin natürlich gespannt, wie es Stephan Schmidhuber in Traunstein ergehen wird.

Özgür Kart, Harry Gruber, Georg Bobenstetter und Sie harmonieren prächtig. Was macht Sie als Team aus und wer macht was?

Wir sind sehr unterschiedlich als Typen, da ergänzen wir uns sehr gut. Mein Co-Trainer Harry vertritt mich an den Spieltagen an der Seitenlinie. Und Özi ist für mich eine große Unterstützung auf dem Platz, wenn er spielt, oder aber er unterstützt Harry eben an der Seitenlinie.

Stichwort Kabinen-Umbau. Erkennen die Spieler mittlerweile die Vorteile?

Für mich ist es wichtig, dass die Erste Mannschaft einfach ihren eigenen Bereich hat. Ich weiß, dass das nicht alle erfreut hat. So können wir aber noch besser arbeiten. Die Spieler können sich auf den Fußball konzentrieren. Es ist immer alles vorbereitet - sowohl beim Training als auch bei den Spielen. Natürlich ist nicht immer alles machbar, aber es läuft recht gut.

Eine private Frage: Haben Sie noch genug Zeit für Ihre Familie?

Mir ist die Zeit mit meiner Familie sehr wichtig, die nehme ich mir auch. Da unterscheide ich, wann Sport, Familie oder Beruf dran ist. Natürlich muss da die Frau mitspielen. Aber das ist bei jedem Spieler wichtig, dass das die Frau oder Freundin mitmacht und das manchmal mit einem Augenzwinkern auf sich nimmt. Meine Familie lebt das Ganze jedenfalls mit mir!

Wo sehen Sie Ihre Mannschaft am Ende der Saison?

Wir arbeiten und planen von Woche zu Woche, weil nie alles so läuft, wie man sich das vornimmt oder plant. Wir wollen aber natürlich einen Relegations- oder Abstiegsplatz vermeiden. Ich möchte eine Saison erleben, wo wir uns nichts vorwerfen können!

Was muss beim SVK noch besser werden? Wo sehen Sie die Prioritäten, damit in Kirchanschöring noch lange Bayernliga-Fußball zu sehen sein wird?

Damit beschäftigen sich Abteilungsleitung und Trainer-Team tagtäglich. Das beginnt und endet mit Unterstützern und Sponsoren. Die finanziellen Mittel bringen Vorteile für den Verein bei der Infrastruktur, der Nachwuchsarbeit, der Weiterbildung und der Kaderplanung. Man darf auch nie vergessen, woher Kirchanschöring kommt und mit welchen Mitteln hier die letzten Jahre Bayernliga-Fußball betrieben wurde. Davor habe ich große Hochachtung!

Das Interview führte: Michael Wengler

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