Kirchanschöring jubelt in Ismaning!

27.08.2017

Dem SV Kirchanschöring ist vorerst ein Befreiungsschlag gelungen. Und keiner von der schlechten Sorte. Als Außenseiter reisten die Rupertiwinkler vor die Tore der Landeshauptstadt München - und nahmen am Ende beim Favoriten FC Ismaning drei unglaublich wichtige Zähler mit nach Hause. "Das war einfach Kirchanschöring!" freute sich SVK-Trainer Yunus Karayün nach dem 2:0 Sieg beim FCI.

Dabei schien zu Beginn das Glück erneut nicht auf SVK-Seite zu sein. Max Vogl donnerte in der siebten Minute einen Ball auf das Ismaninger-Gehäuse, Keeper Sebastian Fritz konnte das Leder nur abklatschen lassen - und der Nachschuss landete, wie in den letzten Wochen so häufig, am Pfosten. Als sollte es nicht wahr sein.

Doch schon eine Minute später klingelte es im Netz der Ismaninger: Nach einem weiten Torwart-Abschlag kam der Ball prompt zurück gen FCI-Kasten. Tobias Schild war schneller als die Hintermannschaft - und schob die Kugel zum 0:1 für die gelb-schwarzen Gäste ein (8.).

Ismaning schien geschockt, brachten im unmittelbaren Anschluss nicht viel zustande. Ein versuchter Fallrückzieher von FCI-Routinier Mijo Stijepci wurde zwar gefährlich - doch dann kam es für die Gastgeber noch schlimmer.

Ecke von Yunus Karayün, SVK-Kapitän Albert Eder schraubte sich in die Höhe - und wuchtete das Leder per Kopf zum 2:0 ein (19.). Die Erleichterung im SVK-Lager war förmlich spürbar!

Die Gäste hätten sogar noch weiter davonziehen können, doch kurz darauf zog Schild knapp am Tor vorbei. Überhaupt stand die SVK-Abwehr um Eder, Tobias Sandner, Max Sturm und Sahin Karayün sehr sicher und ließ kaum gefährliche Szenen zu. Und wenn Ismaning einmal durchkam, war ein Anschöringer Abwehrbein dazwischen - wie in der 35. Minute, als Sandner gegen Stijepic auf dem Posten war.

Nach der Pause drückte Ismaning mit Vehemenz. Manuel Ring wurde erst geblockt (49.) - und fand dann in SVK-Keeper Lukas Hoyer seinen Meister (55.). Zwei Minuten später zappelte das Leder nach einem Freistoß von rechts im Kirchanschöringer Netz, doch das Schiedsrichter-Gespann entschied unter lauten Protesten auf Abseits. Zehn Minuten später war Hoyer erneut Sieger im Duell gegen Ring.

In der 69. Minute dann eine ebenso fragwürdige Entscheidung gegen den SV Kirchanschöring, als Eder zum zweiten Mal per Kopf das Leder im Tor der Hausherren versenkte, der Schiri aber auf Stürmerfoul entschieden.

Daniel Weber versuchte es mit einem Kopfball für die Ismaninger, die in Halbzeit Zwei verzweifelt wie beim Handball anrannten, aber nicht einmal als Eder verletzt vom Feld musste und mit Daniel Köck und Sandner zwei ganz Junge die SVK-Innenverteidigung bildeten, kamen die gefällig vor sich hin spielenden Fußballer vom FCI zu hunderprozentigen Gelegenheiten.

Während der letzten zwei Minuten gab es Standing-Ovations vom mitgereisten SVK-Anhang. Mannschaft und Trainer lagen sich nach dem Schlusspfiff jubelnd in den Armen. Endlich konnten die Gelb-Schwarzen mal wieder einen Sieg bejubeln! Und der war so wichtig!

Zum Artikel: